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Was soll von dir bleiben?

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Mein kleiner imaginärer Freund – nennen wir ihn Kremo – beschäftigt sich aktuell sehr mit dem Thema Sinn des Lebens. So wie Kremo dürfte es vielen ehemaligen und aktuellen Krebspatienten ergehen.

 

Die “Beerdigung”

Kremo ist zu der Beerdigung seines Freundes Tom eingeladen. Kremo hat während der Krebstherapie viele Freundschaften mit anderen Patienten geschlossen hat. Leider sterben Menschen nun einmal. So hart es ist, es ist der Lauf des Lebens.

Auf dem Weg zur Beerdigung trifft Kremo auf viele traurige Gesichter. Jedoch auch auf viele Menschen, die sich freuen, dass sie Tom kennen lernen durften. Menschen, die sich freuen, dass sie ein Teil des Weges von Tom waren. Genau diese “freudigen” Gesichter irritieren Kremo jedoch.

“Ok, sie waren ein Teil seines Weges. Doch dürfen sie sich darüber freuen?!” diese und noch mehr Gedanken surren Kremo durch den Kopf als er in der Schlange zum Sarg steht. Noch in Gedanken versunken, steht Kremo plötzlich vor dem Sarg. Als er sich von Tom verabschieden will, bemerkt er, dass nicht Tom im Sarg liegt!

Es liegt er  – Kremo – im Sarg!

 

Mama?!?

Total schockiert und verwirrt dreht sich Kremo um und registriert plötzlich, dass er sich auf seiner eigenen Beerdigung befindet! Nun schreitet auch noch seine Mutter zum Rednerpult um eine Rede zu halten!

Schweiß gebadet und vollkommen verstört wacht Kremo auf! Gott sei Dank war alles nur ein Traum!!!

Dieser Traum verfolgt Kremo jedoch den ganzen Tag. Gar nicht so sehr der Gedanke an seinen eigenen Tod. Sondern viel mehr was seine Mutter über ihn gesagt hätte. Hätte sie viel Positives zu erzählen gehabt? War Kremo ein guter Sohn und Bruder? Wie hat seine Mutter ihn empfunden? All diese Gedanken über mögliche Wort seiner Mutter schwirren Kremo noch lange durch den Kopf.

Sie beschäftigen ihn so sehr, dass er sich einen ganzen Abend lang Zeit nimmt, um über die Worte seiner Mutter nach zu denken. Jedoch nicht die Worte, die seine Mutter sagen würde. Sondern die Worte mit denen er gerne in Erinnerung bleiben möchte.

 

Die richtigen Worte

Als er lange genug darüber nachgedacht hat, kommen Kremo die richtigen Worte in den Sinn. Kremo möchte seiner Mutter als Sohn in Erinnerung bleiben, der seine Mutter, seinen Vater, seine Geschwister und alle weiteren Familienmitglieder geliebt hat und immer für sie da war.

Umso länger Kremo darüber nachdenkt, umso mehr stellt er fest, dass er eben genau nicht dieser Sohn war. Er stellt fest, dass er zwar seine Familie liebt, nur nicht immer für sie da war.

Durch diesen Gedankengang wird Kremo bewusst, dass er gerne mehr Zeit mit seiner Familie verbringen möchte. Damit seine Mutter auf seiner richtigen Beerdigung genau diese Worte über ihn sagen wird.

 

Das eigene Wirken

Allein dieser Abend an Zeit für sich selbst, um über sein Wirken auf andere nachzudenken, hat bei unserem Kremo sehr viel bewegt! Kremo hat sich noch mehrere weitere Abende genommen, um über sein Wirken auf viele andere – für ihn wichtige – Menschen nach zu denken!

Was hätte sein bester Freund Tom auf der “Traum”-Beerdigung über Kremo gesagt?
Was hätten seine eigenen Kinder über ihn gesagt?
Was hätten seine Arbeitskollegen zu sagen?
Was hätten seine Teamkollegen über Kremo zu sagen?

 

Lassen wir Kremo noch weiter über sein Wirken nachdenken.

Was würden die Menschen auf deiner Beerdigung über dich erzählen?

Feel free und teile deine Gedanken!

 

Photo by Easton Oliver on Unsplash

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