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Wie du ein besseres Verhältnis mit deinem Arzt aufbaust!

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Wer kennt es nicht!

Du bist wieder mal im Krankenhaus. Endlich kommt dein Arzt und du kannst alle Fragen stellen, die du auf dem Herzen hast. Dein Arzt nimmt sich auch ausreichend Zeit für dich. Er (nicht böse sein, jedoch bleibe ich der einfachheitshalber in der ER-Form) erklärt dir geduldig jede einzelne Frage. Zum Schluss des Gespräches sind alle offenen Themen durchgesprochen.

Alle Fragen sind beantwortet, dennoch hast du kein gutes Gefühl. Irgendwie war das Gespräch nicht erfüllend. Es ist kein angenehmes Gesprächsklima entstanden. Die gegenseitige Vertrautheit war nicht vorhanden. Wieso entsteht bei dir dieser Eindruck? Der Arzt hat sich doch redlich bemüht!

 

Was steckt dahinter?

Ganz einfach: Vertrautheit!

Echte Freundschaften schließen wir nur mit solchen Menschen, bei denen wir Vertrautheit spüren. Wir würden nie auf die Idee kommen, dass wir jemanden in unseren Freundeskreis aufnehmen, zu dem wir keine Vertrautheit spüren. In meinen Augen auch vollkommen logisch.

Vertrautheit braucht es in jedem Gespräch. Ein angenehmes Gesprächsklima kann nur geschaffen werden, wenn gegenseitige Vertrautheit vorhanden ist.

Im Alltag denken viele Menschen, dass ein Kontakt sich von selbst herstellt. Man ist sich halt einfach sympathisch. Allerdings tauchen gute zwischenmenschliche Beziehungen nicht einfach so auf. Oder fallen gar vom Himmel! Auch wenn es den meisten nicht auffällt, dennoch beteiligen sich beide Parteien sehr wohl aktiv daran. Nur meistens ist ihnen dies gar nicht bewusst!

 

Wie ensteht nun eine zwischenmenschliche Beziehung?

Ist dir schon einmal aufgefallen, dass du dich mit Menschen, die denselben Verein verehren, sofort auf einer Wellenlänge schwebst? Die gemeinsame Liebe zu den Vereinsfarben verbindet augenblicklich. Sofort findet man ein Gesprächsthema. Man analysiert das letzte Spiel und die aktuelle Platzierung in der Tabelle. Tauscht Neuigkeiten über verletzte oder wieder fitte Spieler aus. Einfach gesagt, man versteht sich halt.

Oder du kommst auf eine Party und zwei Veganer treffen sich zum ersten mal. Die beiden haben sofort eine Gemeinsamkeit und unterhalten sich prächtig. Es werden Erfahrungen ausgetauscht. Die lustigsten Anekdoten mit Nicht-Veganern zum Besten gegeben und herzlich gelacht. Keine Spur davon, dass man sich erst ein paar Augenblicke kennt.

Mein Lieblingsbeispiel sind Raucher. Mittlerweile herrscht in den meisten Restaurants Rauchverbot. Daher müssen die Raucher vor die Türe. Auch wenn du als “einsamer” Raucher vor die Türe gehst, wirst du recht schnell mit einem anderen Raucher ins Gespräch kommen. Weil – du hast es schon erraten – Vertrautheit besteht! “Der Typ zieht auch an einer Zigarette! Sympathisch!” Auch kommt hinzu, dass der andere immer wieder dieselbe Bewegung macht. Zigarette zum Mund – Zug – Zigarette weg vom Mund.

Wieso “mögen” wir den nun diese Fremden? Ganz einfach, weil sie so ähnlich ticken wie wir.

 

Wie schaffst du nun Vertrautheit?

Hier gibt es zwei Möglichkeiten. Du kannst nonverbal oder verbal dieses “Gemeinsam Ticken” herbeiführen. Beides kannst du recht einfach machen.

 

  • Nonverbal

geht dies über die Körperhaltung, ähnliche Bewegungen, Gesten oder Mimiken.
Kennst du jemanden der mit Händen und Füßen redet? So jemand der immer alles mit Gesten “untermalen” muss! Sicher kennst du auch jemanden der ganz ruhig sitzt beim Reden und keine Gesten macht.
Denkst du die beiden würden sich auf Anhieb verstehen? Eher nicht. Sie sind einfach zu konträr.

 

  • Verbal

kannst du dich mit einem anderen Menschen recht leicht angleichen, wenn du seine Schlüsselwörter oder dasselbe Sprachtempo an den Tag legst.
Hast du jemals einen Menschen erlebt, der beim Reden fast droht einzuschlafen? Denkst du dieser wird sich mit jemandem verstehen, der sich beim Reden fast überschlägt?
Der Einschläfer wird mit dem Speed-Talker nichts anfangen können, weil immer dieser zu stressig ist. Auf der anderen Seite wird der Speed-Talker bei der langsamen Redegeschwindigkeit des Anderen ungeduldig werden.
Sie werden keine Vertrautheit aufbauen können!

 

Wie löst du nun dieses Thema?

Kehren wir nun wieder zurück zu unserem Arztgespräch, wie kannst du die Infos jetzt verwenden?

Mit diesen Infos bist du nun in der Lage und kannst das Gespräch mit deinem Arzt zu mehr Vertrautheit hinleiten. Lass dich überraschen, wie leicht dies funktionieren wird.

Hier noch ein paar Tipps für den Alltag:

 

Nonverbal

 

Körperhaltung:

Versuch beim nächsten mal die gleiche Körperposition einzunehmen wie dein Gegenüber. Sollte dein Gegenüber breitbeinig dastehen, stellst du dich ebenfalls breitbeinig hin. Sollte er die Arme vor seinem Bauch zusammenfalten, machst du dies ebenfalls. Du versuchst quasi deinen Gegenüber zu spiegeln. Vermutlich machst du das aktuell schon automatisch, nur war es dir bisher nicht bewusst. Achte mal darauf.

Bitte nicht einfach stupide nachäffen oder kopieren! Nicht, dass du nur noch auf die Körperhaltung vom anderen achtest und das Gespräch nicht mehr verfolgen kannst. Du wirst sehen mit ein wenig Übung wird das ganze automatisiert und du musst nicht mehr bewusst daran denken.

 

Mimik und Gestik:

Vertrautheit über die Mimik herzustellen, ist recht simple. Sollte dein Gesprächspartner schmunzeln, schmunzelst du auch. Beginnt er zu lachen, lachst du auch. Du wirst merken, wie sich dein Gesprächspartner wohlfühlen wird.
Stell dir mal das Gegenteil vor! Was denkst du wie es sich anfühlt, wenn er lacht und du machst dazu eine ernste Miene? Klingt einleuchtend, oder?

Bei der Gestik bitte darauf achten, dass du die Bewegung nicht sofort nachmachst. Am besten zeitversetzt! Sollte dein Arzt auf eine Formular vor dir deuten, kannst du, wenn du das nächste mal am Wort bist, ebenfalls auf das Formular deuten.

 

Verbal

 

Sprache, Sprachtempo und Tonlage

Menschen, die in derselben Sprache kommunizieren, verstehen sich! Klingt vollkommen logisch. Ein Inder und ich könnten uns in unseren Muttersprachen auch nicht unterhalten. Wir müssen uns dem anderen anpassen und Englisch miteinander kommunizieren.
Du kannst diesen Trick recht einfach einbauen in deinen Alltag. Versuch beim nächsten Arztgespräch einfach ein paar seiner häufig verwendeter Wörter in deine Sätze einzubauen. Bitte jedoch nur Wörter, die du auch wirklich verstehst!

Das Sprachtempo ist in meinen Augen am Leichtesten umzusetzen. Sollte dein Arzt schnell sprechen, dann tust du es auch. Falls er eher ein ruhiges und gleichmäßiges Sprachtempo haben, machst du es eben so.

Falls du einen Arzt hast, der sehr leise spricht, solltest du dies ebenfalls tun. Bei einem eher impulsiveren und lauteren Exemplar, darfst du dich ruhig anpassen. Mit einer kleinen Einschränkung – Schreien sollte eher vermieden werden. Außer dein Arzt hört schlecht!

 

Viel Spaß beim nächsten Arztgespräch!

 

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Foto by Fabienne Kuster

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