Hier geht es nicht nur ums Schwimmen.
Es geht um die Sichtbarkeit von Menschen, die mit einer Krankheit leben.
Binder Hydro bot mir eine „Privatbahn“ für 5 Stunden an. Ich durfte deren Hochleistungs Gegenstromturbine 5 Stunden lang nutzen. Meine Trainer haben diese Zeit genutzt, um meinen Körper, Geist und meine Ernährung zu testen.
5x45min - 15min Pause
Der Gesamttest verlief gut: Der Körper ist auf dem richtigen Weg. Der Kopf ist im Großen und Ganzen auch auf Kurs. Die Ernährung hat funktioniert, bedarf aber einiger kleiner Verbesserungen.
Bleibt dran, die nächste Herausforderung auf dem Weg zu meiner 64km langen Bodenseeüberquerung ist bereits in Vorbereitung.
Das wird meine erste lange Freiwasserüberquerung meines Lebens - 20 Kilometer über den Attersee. Es ist mehr als ein Trainingsschwimmen, es ist ein Statement. Ein Kontrollpunkt. Eine Erinnerung daran, dass der Weg zum Bodensee aus tausenden kleinen Schritten besteht... und ein paar großen Sprüngen.
Ich werde stundenlang schwimmen, in kaltem Wasser, ohne Neoprenanzug - und dabei an die Grenzen von Körper und Geist gehen. Aber ich mache das nicht aus Leistungsgründen. Ich tue es für alle, die sehen sollen, dass Ziele nach einer Krankheit möglich sind - und dass es sich lohnt, dafür zu kämpfen.
Das ist das Herzstück des #ProjektBodensee. Eine 64 Kilometer lange Non-Stop-Schwimmstrecke durch den Bodensee - eine der längsten Freiwasserschwimmstrecken in Europa. Kein Neoprenanzug. Keine Abkürzungen. Nur ich, mein Support-Team und eine Mission, die zählt.
Ich bin kein Profisportler. Ich bin fünffacher Vater, habe den Krebs überlebt und bin ein ganz normaler Typ mit einem Vollzeitjob – und zeige, was möglich ist, wenn man für etwas Größeres als sich selbst schwimmt.
Das ist für die Sichtbarkeit. Für Widerstandsfähigkeit. Für alle, denen man gesagt hat, sie seien „zu krank“ oder „zu schwach“, um große Träume zu haben.
Ich schwimme um Aufmerksamkeit zu erregen: Krankheit ist kein Tabu.
Das letzte Schwimmen der Saison. Ein symbolischer Abschluss für ein Jahr des Trainings, des Kampfes und des Wachstums. Wenn ich den Wörthersee erreiche, wird sich alles verändert haben - nicht nur in meinem Körper, sondern auch in der Art und Weise, wie ich diese Mission weiterführe.
Dabei geht es nicht um Zeit oder Distanz. Es wird um die Gemeinschaft gehen. Es geht darum, jeden zu ehren, der diesen Weg mit mir gegangen ist - diejenigen, die sich gemeldet, trainiert, geteilt und sich über ihre eigenen Herausforderungen geäußert haben.
Wir treffen uns am See, schwimmen zusammen und feiern, dass wir es so weit geschafft haben.
Denn die Ziellinie ist nicht das Ende - sie ist der Anfang von etwas Größerem. Mehr wird kommen - bleiben Sie neugierig 😉